Montag, 8. Mai 2017

Der Weg zum Wunschgewicht führt über die Energiebilanz

Heute komme ich endlich dazu,ein Fazit meines Vortrags in der Engel-Apotheke in Darmstadt zu ziehen. Voll war er, der Vortragsraum über der Apotheke, und viele Menschen haben sich von mir eine Lösung ihres gewichtigen Problems erhofft.
So manchen habe ich mit meiner schonungslosen Botschaft vielleicht enttäuscht: Abnehmen funktioniert nur, wenn die Energiebilanz stimmt. Das heißt: Man muss weniger Energie zu sich nehmen als man verbraucht. Oder andersherum: Mehr verbrauchen als man zu sich nimmt. Das bedeutet in der Praxis: Kalorien zählen und rechnen. Die Zauberformel gibt es nicht.
Die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten, dass diese Erkenntnis nur schwer zu akzeptieren ist. Kein Wunder in einer Welt, in der sich Bücher wie "Schlank im Schlaf" oder "Schlank ohne Sport" wie geschnitten Brot verkaufen. Gerade flaut der Hype um den Verzicht auf Kohlenhydrate zum Glück wieder ab, da kommt das Thema Fettverzicht wieder um die Ecke.
Der Nachteil dieser einseitigen Diäten: Sie sind langfristig nicht durchzuhalten und ungesund. Denn wer langfristig und mit Genuß abnehmen möchte, fährt am besten mit einer ausgewogenen Mischkost -- Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett in einem gesunden Verhältnis. Gute Abnehm-Bücher und -Konzepte tragen dieser in zahlreichen Studien bewiesenen Tatsache Rechnung. Nur mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Reduktionsdiät ist dauerhaftes Abnehmen möglich.
Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich gerne bei mir in der Praxis informieren.
Ein Infogespräch zum Thema Gewicht ist übrigens kostenlos.


Mittwoch, 15. März 2017

Nie wieder dick - das geht!

Hand aufs Herz - sind Sie mit Ihrer Figur zufrieden? Aus eigener Erfahrung weiß ich: besonders wir Frauen sind es ganz, ganz selten. Und wenn es nur die kleinen Hüftpölsterchen sind, die aus der Jeans quellen. Gerade jetzt im Frühjahr sind die Themen Ernährung, Bewegung und Abnehmen auf jedem Zeitschriftentitel zu finden. Wer mit ernsthaftem Übergewicht zu kämpfen hat, probiert oftmals Jahr für Jahr eine neue Diät aus und hat doch im schlimmsten Fall im Herbst mehr Kilos drauf als zuvor.

Jedes Jahr wird eine neue, angeblich hundertprozentig funktionierende Methode propagiert, mit der wir in drei Wochen unsere Bikinifigur realisiert haben... Natürlich ohne Hungern, ohne Verzicht, ohne Sport, ohne jede Mühe. Leider ist es nicht ganz so einfach.

Die schlechte Nachricht: Wer tatsächlich dauerhaft Gewicht verlieren möchte, muss sich anstrengen. Ohne Ernährungsumstellung geht es in der Regel nicht. Die gute Nachricht: Es funktioniert, wenn die eigenen Bedürfnisse bei der Diät berücksichtigt werden und so die neu erlernten Grundsätze der Ernährung dauerhaft berücksichtigt werden können.

Wie letzteres funktionieren kann, werde ich am 19. April auf Einladung der Engel Apotheke in Darmstadt, Am Luisenplatz, vorstellen. Ich verspreche einen aufschlussreichen und unterhaltsamen Vortrag!

Dienstag, 10. Januar 2017

Mein Arzt schickt mich .... zur Heilpraktikerin

"Mein Arzt weiß nicht mehr weiter. Er sagte mir, ich soll zum Psychologen oder doch mal einen Heilpraktiker fragen."
Die Dame, die da vor mir sitzt, ist erkennbar verzweifelt. Konnten ihr doch die besten Fachärzte nicht helfen. Sie hat andauernd Schmerzen, in den Gelenken, aber auch Migräne und Gesichts-Neuralgien. Sie schläft schlecht. Der Blutdruck ist mal zu hoch, mal zu niedrig. Sie hat Übergewicht, ihr Atem ist hörbar, die Gesichtsfarbe blass. Die durchgemachten medizinischen Untersuchungen füllen zwar einen Ordner, haben jedoch keine eindeutige Diagnose erbracht.

Wie kann ich als Heilpraktikerin dieser Patientin nun helfen?  Zunächst einmal: Ich nehme mir viel Zeit, konzentriere mich nur auf diese Patientin, stelle gezielte Fragen und höre aufmerksam zu. Gemeinsam gehe ich mit der Patientin ihre Beschwerden durch, die zum Teil bereits seit Jahrzehnten bestehen und mit zunehmendem Alter nicht besser werden. Ich frage nach der Lebensweise der Patientin. Hat sie viel Stress? Raucht sie? Wie sieht es mit der Nahrungsaufnahme aus? Und, ganz wichtig, welche Medikamente werden aktuell eingenommen? Alle bisherigen  ärztlichen Befunde fließen in diese Anamnese ein.

In gut 90 Minuten ist eine solche Anamnese normalerweise erledigt. Hierfür werde ich der Patientin später 90 Euro in Rechnung stellen, die sie vermutlich selbst bezahlt. Doch was kann ich dieser Patientin dafür anbieten?

Ich nehme mir auch nach dieser Erstanamnese jede Menge Zeit, um einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen. Ich setze da an, wo die Patientin am meisten belastet ist. Hier im Beispiel sind es die Gelenkschmerzen. Bei Durchsicht der Anamnese und Berücksichtigung aller medizinischen Gesichtspunkte wird schnell klar:  Eine Darmsanierung ist angesagt, die Patientin muss ihr Essverhalten grundlegend ändern, und sie muss sich mehr bewegen. Probiotika, sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel, ein spezielles Bewegungstraining und schmerzlindernde und entzündungshemmende Salben können helfen, die Schmerzen zu reduzieren. Telefonisch oder bei kurzen Besuchen in der Praxis wird in regelmäßigen Abständen geklärt, ob sich Verbesserungen des Beschwerdebildes ergeben haben. Es kann vorkommen, dass die Patientin beispielsweise mit allzu strikten Ernährungsregeln nicht zurecht kommt. Dann wird die Diät angepasst.

Eins ist klar: Die Therapie beim Heilpraktiker kann Wochen, ja Monate dauern. Das kostet die Patienten Zeit und Geld. Erfolge zeigen sich oft erst nach Wochen und kommen in kleinen Schritten. Der Wille zur Umsetzung bei den Patienten ist ganz entscheidend. Nur mit Geduld und Zielstrebigkeit können Patientin und Therapeutin gemeinsam den Weg zu einem beschwerdefreien Leben beschreiten.

Die Patientin aus meinem Beispiel ist noch in Behandlung in meiner Praxis. Über Weihnachten und Neujahr konnte sie den Therapieplan nicht einhalten. Ich bin sicher, 2017 wird sie es mit meiner Unterstüzung schaffen.

Dienstag, 1. November 2016

In den Wald für´s Wohlergehen

Die Farben der  Natur, insbesondere Grün, wirken beruhigend.  
Die Japaner nennen es "Waldbaden" und meinen damit den therapeutisch sinnvollen Aufenthalt im Wald. Und auch die westlichen Gesundheitsexperten propagieren derzeit den Waldspaziergang als nützliche Therapieform, die so ziemlich gegen alle Zipperlein helfen soll. Allergien,  Depressionen, Infektanfälligkeit, Herz-Kreislauf-Beschwerden - regelmäßiges Wandern im Wald soll die Beschwerden merklich reduzieren.

Wer mag das bezweifeln? Schließlich ist längst erwiesen, dass wir nicht allein durch Bakterien und Viren erkanken, sondern dass uns vor allem unsere moderne Lebensweise krank macht. Morgens abgehetzt mit dem Auto zur Arbeit, stundenlanges Sitzen in geschlossenen Räumen, Zeitdruck und Stress, der Snack aus dem Automaten oder vom Bäcker, kaum Sport geschweige denn ausreichend Bewegung: Diese Lebensweise schadet langfristig unserer Gesundheit, wenn wir nicht rechtzeitig für Ausgleich sorgen.

Der Waldspaziergang oder das Joggen im Wald ist sicher eine der besten Möglichkeiten. Wer kann, sollte sich so oft wie möglich in der Natur bewegen. Dabei ist der Aufenthalt im Wald sicher noch einen Tick gesünder als der im Stadtpark. Vor allem aber ist es wichtig, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Mehr Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. Treppen steigen statt Lift fahren. Statt Schokolade auch mal Möhren oder andere Rohkost knabbern und in der Kantine auf Schnitzel und Pommes verzichten. Wohlgemerkt: Nicht immer, aber häufig. Selbstverständlich wirken auch alle Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Joggen dem Bewegungsmangel entgegen.

Wir Menschen sind Läufer, seit sich unsere Vorfahren auf zwei Beine erhoben haben. Darauf ist unser Körper, unser Herz-Kreislauf-System ebenso  eingestellt wie auf  den Aufenthalt an der frischen Luft. Wissenschaftler sagen, dass die Farbe Grün beruhigend auf uns wirkt, ein gutes Mittel gegen Stress. Gerade im Herbst sollten wir alles tun, um unsere Abwehrkräfte zu stärken - ein flotter Spaziergang durch den Wald trägt nachweislich dazu bei.


Donnerstag, 8. September 2016

Gesunde Ernährung ist individuell verschieden

Low Carb ist  d e r  Trend zum Abnehmen. Ich habe die Low Carb Ernährung vor einiger Zeit selbst getestet, weil ich wissen wollte, wie sich der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate auf meine Gesundheit auswirkt. Überraschung: Ich habe deutlich zugenommen, und ich habe mich nicht gut gefühlt. Diese Ernährungsform ist nichts für mich!

Eine wissenschaftliche Erklärung liefern aktuelle Studienergebnisse, die belegen, dass Ernährung eine ganz individuelle Angelegenheit ist. Jeder Mensch verstoffwechselt die aufgenommene Nahrung anders. Dies hat unter anderem mit der jeweiligen Bakterienflora im Darm zu tun. So verträgt der eine Vollkornprodukte ganz wunderbar, eine andere Person kann diese komplexen Kohlenhydrate einfach nicht verdauen und bekommt Bauchschmerzen.

Der Darm eines Babys im Mutterleib ist noch völlig unbesiedelt. Aber bereits während des Geburtsvorgangs holt sich das Baby die ersten nützlichen Bakterien von der Mutter. Weitere Einflüsse, gute und weniger gute, kommen alsbald aus der Umgebung des Kindes. Auf diese Weise erwirbt jeder Mensch seine ganz individuellen "Bewohner" im Darm.

Wer sich also gesund ernähren oder abnehmen möchte, sollte nicht auf allgemeine Ratgeber hören, sondern herausfinden, mit welchen Lebensmitteln dies am einfachsten zu realisieren ist. Dabei ist die eigene Intuition, das Bauchgefühl, sehr wichtig. Finden Sie heraus, was Ihnen gut tut!

Ebenso hilfreich ist eine Stuhlanalyse in einem kompetenten Labor.  Auf dieser Grundlage kann sogar eine individualisierte Diät erstellt werden.

Mehr über diese Zusammenhänge und die akteulle Forschung verrät dieses unterhaltsame Video (in englischer Sprache): https://www.youtube.com/watch?v=hZWLy7FLvZ4

Samstag, 3. September 2016

Heilerde hilft gegen Sodbrennen - auch beim Hund

Ganz zu Recht erleben traditionelle Hausmittel derzeit eine Renaissance. Nach dem üppigen Sonntagsessen genehmigte sich der Opa einen Magenbitter und unterstützte so seine Verdauung. Hilfreich dabei war weniger der Alkohol, vielmehr sorgten die Bitterstoffe dafür, dass die Produktion der Verdauungssäfte intensiviert wurde. Auch die Heilerde wurde in früheren Generationen gerne und vielfältig eingesetzt.
Ich habe die Heilerde erst vor kurzem wieder entdeckt, als die Firma Luvos mich mit Infomaterial versorgte. Gut, dass es das nützliche Produkt nun auch in Kapselform oder als Granulat gibt. Heilerde neutralisiert kurzfristig die Magensäure und stoppt so Sodbrennen.
Wussten Sie, dass auch Hunde gar nicht selten unter Sodbrennen leiden? Sie teilen dies mit, indem sie stereotype Kratzbewegungen ausführen und/oder sich die Lefzen lecken. Seit ich dies bei meinem Davy beobachtet habe, rühre ich einen halben Teelöffel Heilerde ins Futter. Er liebt es, und Sodbrennen tritt kaum noch auf.
Gleich, ob Mensch oder Tier: Häufiges Sodbrennen sollte ärztlich abgeklärt werden.

Montag, 29. August 2016

Asthma bronchiale: Auf gutem Weg mit Pflanzenkraft

Quälende Luftnot, besonders nachts, pfeifender Atem und trockener Husten - die Zahl der Patienten mit Asthma bronchiale hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine eindeutige Erklärung hierfür lässt sich in der Literatur nicht finden. Luftverschmutzung und die damit einhergehende Zunahme von Allergien gelten als Risikofaktoren. Bekannt und berüchtigt ist der sogenannte Etagenwechsel, bei dem der Heuschnupfen verschwindet und stattdessen die Bronchien allergisch reagieren.

Was passiert bei einem akuten Asthma-Anfall? Vereinfacht gesagt, ziehen sich die feinen Bronchien in der Lunge zusammen, verkrampfen und verursachen die Atemnot. Die Luft kann nicht mehr komplett ausgeatmet werden, dadurch wird das Einatmen erschwert. Kommt es öfter zu Asthma-Anfällen, entzünden sich die Bronchien, eine Bronchitis entsteht. Leider sind nicht nur Erwachsene, sondern auch Kleinkinder von Asthma bronchiale geplagt.

Wenn Asthma-Patienten den Hausarzt aufsuchen, wird in der Regel ein Notfallspray verordnet, das bei korrekter Anwendung die Bronchien erweitert und dadurch die Atemnot schnell lindert. Sollte dieses Notfallspray allein nicht mehr helfen, wird meist zusätzlich ein Kortisonpräparat verordnet, das die Entzündung lindern soll. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente sind wirksam, aber der Beipackzettel enthüllt eine Fülle unerwünschter Nebenwirkungen. Im günstigsten Fall erhalten die Patienten zusätzlich eine Atemschulung, denn die richtige Atemtechnik kann Anfällen vorbeugen.

Mit einer Patientin in meiner Praxis bin ich einen anderen Weg gegangen. Bei ihr liegt der typische Etagenwechsel vor - nach Jahren des allergischen Schnupfens aufgrund einer nachgewiesenen Allergie gegen Hausstaubmilben leidet sie seit einem Jahr unter ständig wiederkehrenden Asthma-Anfällen und einem quälenden Husten, besonders nachts. Das vom Arzt verordnete Notfall-Medikament kam immer öfter zum Einsatz und zeigte Nebenwirkungen wie Herzklopfen, Unruhe und Kopfschmerz. Die Patientin entschloss sich, einen Versuch mit Präparaten aus der Naturheilkunde zu wagen.

Vor drei Tagen wurde mit der komplementären Behandlung begonnen. Eingesetzt werden die phytotherapeutischen Wirkstoffe Thymian, Efeu und Pelargonium, erhätlich in flüssiger Form und als Kapseln. Schon nach dieser kurzen Behandlungszeit zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Das Notfall-Spray wird statt zuletzt acht mal  nur noch drei bis vier mal am Tag benötigt. Hustenanfälle sind in den letzten 24 Stunden nicht mehr aufgetreten. Ich habe der Patientin geraten, die Therapie über mindestens vier Wochen fortzusetzen und außerdem die Allergie-Problematik mit einer Darmsanierung grundsätzlich anzugehen. Das Zeil Beschwerdefreiheit könnte so in einigen Monaten erreicht werden.