Montag, 13. April 2015

Von Eulen und Hühnern

Die Zeitumstellung ist schon fast vergessen. Freizeitsportler und Spaziergänger freuen sich, dass es abends lange hell ist. Die "Eulen" unter uns leiden immer noch, schließlich wurde ihnen eine ganze Stunde Schlaf  "gestohlen". Die Frühaufsteher hingegen fühlen sich mit der neuen Zeit in der Regel sehr wohl.

Längst ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Biorhythmus von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfällt. Während die einen auch am Wochende schon morgens um 7 fit sind, holen die anderen den unter der Woche versäumten Schlaf nach und quälen sich frühestens gegen 11 aus den Federn.

Unser Alltag ist nichts für Morgenmuffel. Die Kids müssen meist schon vor 8 in der Schule sein, nicht in allen Betrieben gilt Gleitzeit. Wichtige Meetings werden morgens um 8 angesetzt. Mittagspause ist zwischen 12 und 13 Uhr. Diese Zeiten kommen den Frühaufstehern entgegen, die Eulen brauchen viel Disziplin, um zu funktionieren.

Am Abend jedoch schlägt die Stunde der Nachtmenschen: Sie leben auf und gehen selten vor Mitternacht zu Bett. Die "Hühner" fallen buchstäblich von der Stange und verabschieden sich meist gegen 22 Uhr mit einem Gähnen.

Ganz umstellen lässt sich der der individuelle Biorhythmus nicht. Wichtig ist es, dem eigenen Rhythmus Rechnung zu tragen. Zum Beispiel durch ein Ruhepäuschen nach dem Mittagessen. Das gilt ganz besonders für Kinder und Jugendliche. Wenn sie morgens nicht aus dem Bett kommen, ist das keineswegs Faulheit - sie sind einfach als Eulen geboren.


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