Sonntag, 18. Januar 2015

Was kostet der Heilpraktiker?

Im Herbst letzten Jahres habe ich mit meiner Kollegin Dr. Monika Stolzenberger an der Gesundheitsmesse in Darmstadt teilgenommen. Eine der häufigsten Fragen an unserem Messestand lautete: Was kostet die Behandlung bei Ihnen?

Bestimmt viel zu teuer für mich, wurde oft die Antwort schon verweggenommen,
Nun, kostenlos ist die Behandlung in meiner Praxis nicht, aber von Anfang an wird über Geld offen gesprochen. Denn die meisten gesetzlichen Kassen erstatten für die Heilpraktiker-Behandlung keinen Cent.

Bei Privatversicherten hilft ein Blick ins Kleingedruckte des jeweiligen Vertrags, um Klarheit über mögliche Erstattungen zu bekommen.

Bereits beim ersten Gespräch kläre ich mit meinen Patienten die Honorarfrage. Wenn nichts anderes vereinbart wird, berechne ich für die volle Stunde 69 Euro, brauchen wir weniger Zeit, rechne ich anteilmäßig um.

Das mag auf den ersten Blick viel sein, aber wenn man bedenkt, was ein Automechaniker, Elektriker oder gar IT-Technker berechnet,...

Die volle Stunde ist ohnehin eher die Ausnahme und wird oft nur  bei der ersten Behandlung eines Patienten für die Anamnese notwendig. Folgebehandlungen sind in der Regel deutlich kürzer und damit erheblich preiswerter. Für die Viertelstunde berechne ich demnach 17 Euro.
Für Familien mit Kindern und Patienten mit geringem Budget biete ich Sondertarife an.

Naturheilverfahren sind in, viele Ärzte bieten entsprechende Theapien an. Aber hat der Hausarzt überhaupt die Zeit, um auf den Patienten individuell einzugehen? Ihm geben die Krankenkassen die Behandlungsschritte und Verordnungen von Medikamenten vor, es sei denn, Sie kommen als Privatpatient. Beim Heilpraktiker wird nicht an Symptomen herumgedoktert, sondern die Ursache der Beschwerden behandelt. Das ist manchmal zeitaufwendig und mühsam, führt jedoch zur langfristigen Gesundung.








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